Das Tor zur südlichen Weinmosel
Die Ortsgemeinde Palzem hat 1.326 Einwohner und gehört zur Verbandsgemeinde Saarburg
 
Am Dreiländereck, nahe der französischen Grenze und unmittelbar am Großherzogtum Luxemburg liegt Palzem, die südlichste Moselweinbaugemeinde in Rheinland-Pfalz, sechs Ortsteile gehören ihr an: Palzem, Dilmar, Esingen, Helfant, Kreuzweiler, Wehr.
 
Von der ältesten Stadt Deutschlands, Trier, moselaufwärts kommend, liegt abseits des lärmenden Verkehrs der reizvolle Weinbauort Wehr. Funde zeugen von einer vorgeschichtlichen Siedlung. In einem idyllischen Seitental der Obermosel liegt Helfant, dessen große Türme der katholischen Pfarrgemeinde das Dorfbild überragen. An der alten Römerstraße liegt der kleinste Ortsteil Esingen. Von hier führt, an einem Wildfreigehege vorbei, der Weg nach Dilmar, als Schenkung des Klosters Eucharius erstmals 1036 erwähnt. Sehenswert ist der Nischenaltar der Kapelle aus dem 16. Jahrhundert.
 
Bautrümmer einer bäuerlichen Ansiedlung aus römischer Zeit zeugen von der Besiedlung Kreuzweilers. Als “Vilare” von König Arnulf der Abtei “St. Maximin” geschenkt, wird der Ort in der Bestätigungsurkunde Karls III. 912 erstmals erwähnt. Hier befindet sich als Besonderheit ein Bulldog-Museum für ländliche Kultur und Technik mit Bulldogs und Traktoren aus den 20er bis in die 50er Jahre. Die Ortsteile Esingen, Dilmar und Kreuzweiler sind landwirtschaftlich geprägt.
 
Mächtig erhebt sich auf einer Moselanhöhe das Schloss Thorn. Thorn wurde als Burg im 13. Jahrhundert erbaut. Bauliche Erweiterungen im 16. und 17. Jahrhundert sowie das Herrschaftshaus vom Jahre 1800 bilden eine stattliche Baugruppe. Sehenswert auf Schloss Thorn ist die einzig erhaltene Baumkelter Europas.
 
Palzem wird von einer Moselschleife umgeben und ist als größter Ortsteil der Namensgeber. Unweit des heutigen Ortes erbauten die Römer einst einen Palast. Der Name Palzem lässt sich vom römischen “Paltiolum” ableiten. Funde mächtiger und altersgrauer Eichenpfähle mit Eisenmanschetten lassen auf eine römische Brücke über die Mosel schließen.
Mit fast 200 Hektar Rebfläche ist Palzem eine der größten Weinbaugemeinden an der Obermosel. Bekannt sind die Weinlagen “Schloss Thorner Kupp”, “Lay”, “Carlsfelsen”, “Rosenberg” und “Kapellenberg”. Eine besondere Rarität der Obermosel ist der Elblingwein und der Elblingsekt. Der Elbling, ein frischer, herb-fruchtiger Wein, der schon von den Römern angepflanzt wurde, hat viele Freunde. Er eignet sich besonders zu einem rustikalen Menü. Palzem ist staatlich anerkannter Erholungsort und wurde 1984 Kreissieger der Sonderklasse im Wettbewerb “Unser Dorf soll schöner werden”; erfolgreich waren auch Wehr 1986 im Bezirksentscheid und Kreuzweiler 1987 im Landesentscheid.
Die unberührte Landschaft des Obermoseltales lädt zum Wandern und Radfahren ein. Ein breites Freizeitangebot wie Kegeln, Tennis, Angeln und Wasserski wird für Aktive geboten. Die Gastronomie mit ausgezeichneten Gasthäusern und Pensionen ist stets bemüht, ihren Gästen eine vollkommene Harmonie von Speisen und Getränken zu bieten und auf das Angenehmste zu verwöhnen. Von schmackhafter Hausmannskost, Spezialitäten der Region über eine gutbürgerliche Küche bis hin zu kulinarischen Leckerbissen reicht das Angebot. Günstige Übernachtungsmöglichkeiten in gemütlicher Atmosphäre runden es ab. In den Weingütern der Gemeinden Palzem und Wehr können Sie hervorragende Weine und Sekte probieren, die auch bei den zahlreichen Veranstaltungen angeboten werden.
Ein großer Campingplatz direkt an der Mosel gelegen, lädt den Campingfreund zum Verweilen ein. Palzem ist auch das Zentrum des Barfuß-Wasserski in Deutschland.
Ausflugsfahrten und Exkursionen nach Luxemburg, Frankreich, Trier und das Saarburger Land bieten eine abwechslungsreiche Gestaltung Ihres Aufenthaltes in der Feriengemeinde Palzem.